KI mit ERP, SAP BTP und SAP BDC
Shownotes
Das Agieren der 180 SAP-Partner in Bremen auf dem Kongress des Anwendervereins DSAG mit über 5000 Teilnehmern unterschied sich thematisch eklatant von Viva Technology, einer IT- und KI-Veranstaltung im Frühsommer 2025 in Paris. Während im deutschsprachigen Raum die SAP-Community noch immer mit der digitalen Transformation und S/4-Conversion ringt, dabei Themen wie Monitoring, Automatisierung, IT-Plattformen und Datenmanagement im Vordergrund stehen, konnte der Besucher in Paris zahlreiche operativ funktionierende KI-Anwendungen der globalen IT-Community und von deren Kunden bewundern. Selbst Ex-SAP-CEO Jim Hagemann Snabe war als Siemens-Aufsichtsratsvorsitzender in Paris auf der Keynote-Bühne – von SAP war bei 180.000 Teilnehmern nichts zu sehen. Verschläft SAP wieder einmal einen bedeutenden IT-Trend?
Während sich die Welt in einem KI-Rausch befindet, erklärte SAP-Vorstandsmitglied Thomas Saueressig in Bremen auf der Bühne des DSAG-Kongresses, wie auf der „grünen Wiese“ ein S/4-Public–Cloud-Customizing gelingen kann – keine Rede war dabei von KI, ganz so, als würde es das Thema nicht geben. Werden SAP und Partner auf das Thema KI angesprochen, dann gibt es Verweise auf SAP BTP (Business Technology Platform) mit einem GenAI-Hub und Joule Studio (eine Entwicklungsumgebung für intelligente Bots) sowie die „überragende“ Bedeutung von Daten und Datenmanagement im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Unternehmen Databricks auf Basis der SAP Business Data Cloud (BDC).
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Podcast zur E-III Cover Story ist eine kritische und konstruktive Diskussion für die SAP-Community aus Sicht der E-III-Redaktion.
00:00:09: Zwei KI-Avatare sind mit allen Quellen der E-III-Redaktion ausgestattet und erläutern für die SAP-Bestandskunden die Herausforderungen, Aufgaben und Stolperfallen.
00:00:18: Im Dialog werden die jeweiligen Themen kritisch, aber konstruktiv und mit vielen Tipps und Tricks abgehandelt.
00:00:26: Die SAP-KI-Strategie oder Business AI basieren auf der Business Technology Plattform SAP BTP.
00:00:34: Die Predictive Analytics Library SAP PAL bildet die Basis für Embedded Machine Learning in Sforhana.
00:00:42: Die Integration von LLM und generativer KI erfolgt über den Gen AI Hub der BTP.
00:00:48: Hier werden KI-Modelle von SAP und von Hyperscalern orchestriert.
00:00:54: Veranstaltungshinweis?
00:00:55: KI, ABAP und SAP Juul sind auch zentrale Themen auf dem Steampunk- und BDP-Summit der SAP-Community am Zweiundzwanzigsten und Dreiundzwanzigsten April, Zweihntausendsechstenzwanzig in Heidelberg, Deutschland.
00:01:09: Nun aber zur E-Drei-Episode KI mit ERP, SAP BTP und SAP BDC.
00:01:15: Herzlich willkommen, heute tauchen wir tief ein in ein Thema, das gerade ... Überall für Furore sorgt, im Unternehmensalltag aber oft mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet.
00:01:27: Künstliche Intelligenz bei SAP.
00:01:30: Genau.
00:01:30: Sie haben uns dazu ja ein ganzes Bündel an Material geschickt.
00:01:34: Fachartikel, Auszüge aus SAP-Pressbüfern und auch einige Branchenanalysen.
00:01:40: Und unsere gemeinsame Mission heute ist es, mal durch diesen Nebel aus Buzzwords zu navigieren.
00:01:46: Wir wollen herausfinden, was sich wirklich hinter Begriffen wie SAP BTP, Gen AI, hab und diesem berühmten Clean Core verbirgt.
00:01:56: Absolut.
00:01:57: Denn die Frage, die in all diesen Unterlagen ja mitschwingt, ist doch, wie schafft es ein Gigant wie SAP, der für robuste, transaktionelle ERP-Systeme bekannt ist?
00:02:07: Also für Ordnung und Struktur.
00:02:09: Genau.
00:02:10: Verordnung, wie schafft dieser Gigantes eine so dynamische, fast schon kreative Technologie wie Generative KI zu integrieren?
00:02:19: Und was davon ist für sie am Ende echte Substanz?
00:02:22: Und was ist brillant verpacktes Marketing?
00:02:24: Wie gesagt, Marketing, das vielleicht vor allem ein Ziel hat, den Wechsel in die Cloud voranzutreiben.
00:02:30: Genau, das ist der Punkt.
00:02:33: Okay, dann packen wir es an, fangen wir doch mal beim Fundament an, dass in Ihren Quellen immer wieder als das A und O dargestellt wird.
00:02:40: Die Cleancore-Strategie.
00:02:43: Das klingt erst mal gut, so nach Aufräumen.
00:02:45: Aber was bedeutet das im Kern?
00:02:46: Also stellen Sie sich Ihr altes ERP-System mal wie ein über Jahrzehnte gewachsenes Haus vor.
00:02:53: Okay.
00:02:53: Jede Abteilung hat ein bisschen angebaut.
00:02:56: Hier ein Wintergarten, dort eine Dachgaube, im Keller wurden Wände versetzt.
00:03:00: Das Ergebnis ist ein unübersichtliches, wartungsintensives Labyrinth.
00:03:05: Verstehe, jede Änderung kann woanders etwas zum Einsturz bringen.
00:03:09: Genau.
00:03:10: Und Clean Core ist der radikale Gegenentwurf.
00:03:13: Das Kernhaus, also S-IV-Hana, leibt standardisiert und unberührt.
00:03:18: Wie ein Fertighaus aus dem Katalog.
00:03:21: Und alle individuellen Erweiterungen, Wünsche und eben auch die neuen KI-Funktionen werden
00:03:26: nicht mehr im Haus verbaut, sondern als separate Module daneben gestellt und über eine standardisierte Schnittstelle verbunden.
00:03:34: Und diese Schnittstelle oder besser die ganze Bauplattform für diese anbauten, das ist dann die SAP Business Technology Plattform, die BTP.
00:03:44: Exakt.
00:03:45: Die BTP ist die designierte Plattform für diese Side-by-side Entwicklungen.
00:03:49: Das soll Upgrades des Kernsystems dramatisch vereinfachen.
00:03:53: Weil man nicht mehr tausende individuelle Anpassungen im Code mit testen muss.
00:03:57: Richtig.
00:03:58: Auf dem Papier erhöht das die Agilität enorm.
00:04:00: Man blädt den Monolithen nicht weiter auf, sondern dockt neue Funktionen an.
00:04:05: Das klingt logisch, aber hier stoße ich auf einen Punkt, der in den Dokumenten, insbesondere von der Anwendergruppe DSHG, als massiver Konfliktpunkt beschrieben wird.
00:04:15: SRP scheint Innovationen wie KI.
00:04:18: fast ausschließlich auf der BTP anzubieten, also in der Cloud.
00:04:22: Was sagt man denn den langjährigen On-Premise-Kunden?
00:04:25: Ja, das fühlt sich ein bisschen an wie Danke für alles, aber die Party findet ab jetzt woanders statt.
00:04:35: Das ist der eigentliche Knackpunkt, der strategische Hebel.
00:04:38: Die BTP ist nicht nur eine technische Plattform, sie ist der Motor, der die gesamte SAP-Landschaft in die Cloud ziehen soll.
00:04:45: Also ist die Entscheidung für oder gegen die Cloud gar keine technische Mehr?
00:04:51: Nein.
00:04:51: Sie ist eine strategische Entscheidung für oder gegen zukünftige Innovation.
00:04:56: Die Botschaft zwischen den Zeilen lautet ganz klar.
00:04:59: Wer auf On-Premise beharrt, bekommt die neuen intelligenten Spielzeuge nicht mehr.
00:05:04: Man wird vom Innovationszyklus abgekoppelt.
00:05:07: Das ist eine harte Ansage.
00:05:08: Eine harte, aber eine klare Ansage, ja.
00:05:11: Okay.
00:05:12: Die BTP ist also das neue Innovationszentrum.
00:05:15: Dann schauen wir uns doch mal die Werkzeuge an, die dort bereit liegen.
00:05:19: Wenn wir von KI sprechen, was genau ist da im Angebot?
00:05:23: In ihren Quellen fallen da Begriffe wie Generative AI Hub, SAP AI Core und SAP AI Launchpad.
00:05:32: Ehrlich gesagt, das klingt für mich erst mal nach einer Wortwolke aus dem Marketing.
00:05:36: Ja, das kann ich verstehen.
00:05:38: Aber man kann es eigentlich ganz gut auseinandernehmen.
00:05:41: Stellen Sie sich die BTP wie eine große, hochmoderne Werkstatt für Ihr Unternehmen vor.
00:05:46: Okay.
00:05:46: Der Generative AI Hub ist dabei das riesige Rolltor zur Außenwelt.
00:05:53: Durch dieses Tor holen Sie sich die besten KI-Basismodelle, die es auf dem Markt gibt.
00:05:58: Also die großen Sprachmodelle von Partnern wie Google, Microsoft oder LF-Alpha.
00:06:02: Genau.
00:06:03: Sie müssen den Motor nicht selbst erfinden.
00:06:05: Sie holen ihn sich.
00:06:06: Okay.
00:06:07: Der Hub ist also das Eingangstor für die KI-Power von außen.
00:06:11: Und was ist dann der AI-Core?
00:06:13: Der AI-Core ist die eigentliche Werkbank in dieser Werkstatt.
00:06:17: Hier nehmen sie den angelieferten Rohmotor, also das LLM, und passen ihn für ihre Zwecke an.
00:06:24: Das heißt, hier trainiere ich ihn mit meinen eigenen sicheren Unternehmensdaten?
00:06:28: Richtig!
00:06:29: Sie überwachen seine Leistung und bauen ihn in ihre Geschäftsprozesse ein.
00:06:33: Alles in einer kontrollierten Umgebung.
00:06:35: Und das AI Launchpad ist dann quasi das Cockpit für diese Werkbank?
00:06:40: Ganz genau.
00:06:41: Die Steuereinheit über die Sie alles verwalten.
00:06:44: Es ist also ein Baukasten, Tor, Werkbank, Steuerung.
00:06:49: Das ist ein gutes Bild.
00:06:50: Das bedeutet aber auch einen gewaltigen Sprung gegenüber dem, was man bisher unter KI bei SAP verstanden hat, oder?
00:06:57: Ich denke da an Werkzeuge wie die HANA Predictive Analytics Library, die HANA PAL.
00:07:04: Ist diese Technologie damit jetzt ein Fall fürs Museum?
00:07:08: Museum ist vielleicht etwas hart, aber der strategische Fokus hat sich komplett verschoben.
00:07:13: Hanapal und die ML-Algorithmen im Integrated Business Planning, also IBP, sind Spezialisten für strukturierte Daten.
00:07:21: Also
00:07:21: für Zahlen und Tabellen.
00:07:23: Genau.
00:07:24: Sie beantworten Fragen wie, basierend auf den Verkaufszahlen der letzten fünf Jahre, wie viele Einheiten von Produkt X verkaufen wir nächste Woche in Bayern?
00:07:33: Das ist klassische Prognose, extrem wertvoll, aber eben beschränkt.
00:07:39: Und die generative KI macht was anderes.
00:07:41: Ja, die arbeitet mit unstrukturierten Daten, mit Sprache, Texten, sogar Bildern.
00:07:47: Sie beantwortet nicht nur Fragen, sie erschafft neue Inhalte.
00:07:51: Geben Sie mal ein Beispiel.
00:07:53: Statt wie hoch ist der Umsatz, lautet die Aufgabe jetzt.
00:07:57: Ich habe hier eine wütende E-Mail von Kunde Maier.
00:08:00: Analysiere das Problem in unserem ERP-System und entwürfe eine empathische, lösungsorientierte Antwort.
00:08:07: KI wird damit also vom reinen Analysewerkzeug zu einem kreativen Kollaborator.
00:08:12: Ganz genau.
00:08:13: Das führt uns ja direkt zu den Assistenten wie SAP Joel.
00:08:17: Die Erwartungshaltung der Nutzer, so lese ich aus den Analysen, hat sich geändert.
00:08:22: Niemand will sich mehr durch kryptische Transaktionscodes klicken.
00:08:25: Absolut.
00:08:26: Man will mit dem System reden können wie mit einem Menschen.
00:08:30: Das ist die sogenannte Natural Language User Experience.
00:08:34: Das Ziel ist also, die Komplexität der Systeme hinter einer einfachen Chat-Oberfläche zu verstecken.
00:08:39: Richtig.
00:08:40: Statt sich durch zehn Menüs zu klicken, fragen sie Joel.
00:08:44: Zeig mir alle offenen Bestellungen für Kunde Schmidt.
00:08:47: Aber das ist nur die erste Stufe.
00:08:49: Was kommt danach?
00:08:50: Die nächste Stufe, und die wird in den Quellen als Compound AI Systems bezeichnet, sind KI-Agenten, die noch einen Schritt weitergehen.
00:08:58: Was ist denn der Unterschied zwischen einem Assistenten und einem Agenten?
00:09:02: Ein Assistent ist wie ein cleverer Butler, der ihre Befehle ausführt.
00:09:06: Okay.
00:09:07: Ein Agent ist wie ein proaktiver Projektmanager.
00:09:10: Stellen Sie sich vor, Sie fragen, wie sieht unsere Lieferkette für das neue E-Bike aus und gibt es Risiken?
00:09:17: Ein einfacher Assistent würde wahrscheinlich nur im System nach Lieferanten suchen.
00:09:21: Richtig, ein Compound-AI-Agent könnte aber selbstständig im Sfor-System die Lieferantenliste ziehen, dann auf einer externen Logistik-Webseite den Status der Schiffscontainer prüfen
00:09:33: und gleichzeitig Nachrichtenportale auf Streiks in den relevanten Hervenscannen.
00:09:37: Genau das.
00:09:38: Und ihnen am Ende eine zusammengefasste Antwort geben.
00:09:42: Die Komponenten aus Taiwan sind auf See, aber im Hafen von Rotterdam droht ein Streik.
00:09:46: Ich empfehle, eine Luftfrachtoption zu prüfen.
00:09:49: Soll ich ein Angebot einholen.
00:09:51: Der Agent plant und führt also mehrstufige Aufgaben aus und nutzt dafür verschiedene Werkzeuge.
00:09:56: Das ist die Vision.
00:09:58: Das ist die eigentliche Vision, ja?
00:10:00: Die Vision von Clean Core und autonomen KI-Agenten auf der BTP klingt ja überzeugend.
00:10:07: Aber lassen Sie uns mal in die Realität vieler Unternehmen blicken.
00:10:11: Die stecken doch oft bis zum Hals in einer.
00:10:13: Es vor Harnertransformation.
00:10:16: Die schon komplex und teuer genug ist.
00:10:18: Genau.
00:10:18: Wie kommt da diese Botschaft an?
00:10:21: Ach ja, und die eigentliche Zukunft liegt übrigens auf dieser noch einer Plattform.
00:10:25: Das
00:10:25: ist auf dein Kulturschock.
00:10:27: Eine der größten Hürden, die in den Dokumenten immer wieder genannt wird, ist die Datenstrategie.
00:10:32: Weil effektive KI saubere Daten brauchen.
00:10:34: Sie
00:10:34: braucht extrem hochwertigen Treibstoff.
00:10:37: Und viele Unternehmen stellen bei der S-Vormigration fest, dass ihre Daten über Jahrzehnte in Silos gewuchert sind.
00:10:44: Und
00:10:44: da gibt es endlose Debatten zwischen IT und Fachbereichen.
00:10:47: Absolut.
00:10:48: Welche historischen Daten brauchen wir wirklich?
00:10:51: Was muss migriert werden?
00:10:52: Was kann ins Archiv?
00:10:54: dass es oft ein hochpolitischer Prozess der Projekte lähmen kann.
00:10:58: Und dann kommt ja die große Frage, die sich alle stellen.
00:11:01: Welche künstliche Intelligenz steckt da jetzt eigentlich drin?
00:11:05: Baut SAP ein eigenes Chat-GPT für die Geschäftswelt?
00:11:08: Nein.
00:11:09: Und das machen ihre Quellen einstimmig klar.
00:11:12: SAP verfolgt eine konsequente Ökosystemstrategie.
00:11:17: Sie wollen, dass wir trüsten, um das beste Basissprachmodell also gar nicht mitmachen.
00:11:20: Sie haben erkannt, dass Sie das gegen Google, Microsoft oder OpenAI nicht gewinnen können und auch nicht wollen.
00:11:27: Stattdessen positionieren Sie sich als der weltbeste Integrator.
00:11:31: Moment mal, das finde ich jetzt spannend.
00:11:32: Wenn die eigentliche Intelligenz das Kernmodell von Google oder Microsoft kommt, was ist dann der einzigartige Wert von SAP?
00:11:41: Ist man da nicht nur eine Art teurer Vermittler?
00:11:43: Das ist eine berechtigte und kritische Frage.
00:11:46: Die Antwort von SAP, die sich durch die Analysen zieht, ist Der Wert liegt im Kontext.
00:11:53: Ein
00:11:54: allgemeines LLM ist wie ein genialer Hochschulabsolvent.
00:11:58: Unglaublich intelligent, aber ohne Ahnung von der echten Geschäftswelt.
00:12:02: Es weiß nicht, was eine Auftragsbestätigung ist oder wie eine Lieferkette funktioniert.
00:12:08: SAP liefert genau diesen Kontext.
00:12:11: Sie reichern die generischen Modelle über die BTP mit den spezifischen Geschäftsdaten und Prozessen des Kunden an.
00:12:17: Man kann es sich so vorstellen.
00:12:19: Google liefert den brillanten Motor.
00:12:22: Aber SAP baut das Auto drum herum, verbindet ihn mit den Rädern, der Lenkung und dem Navi, damit man auch wirklich ein nützliches Geschäftsziel kommt.
00:12:30: Perfektes Bild.
00:12:31: Genau das ist es.
00:12:32: Das heißt, die Partnerschaften sind absolut entscheidend.
00:12:35: Sie sind das Fundament, die Kooperation mit Microsoft Azure, AWS und der Google Cloud.
00:12:42: Aber es geht noch weiter, auch im Infrastrukturbereich, mit Partnern wie Red Hat oder Suze, um den Betrieb zu automatisieren.
00:12:49: Das Muster ist also immer gleich.
00:12:50: SAP liefert die Business-Anwendung und den Kontext, die Partner liefern die Technologie darunter.
00:12:56: Genau.
00:12:57: Okay,
00:12:57: lassen Sie uns das für Sie als Hörer nochmal auf die drei wichtigsten Erkenntnisse herunterbrechen.
00:13:03: Erstens.
00:13:05: SAPs KI-Strategie ist im Grunde ein Trojanisches Pferd.
00:13:09: Ein starkes Wort, aber im Kern.
00:13:11: Das Ziel ist nicht nur KI anzubieten, sondern die Kunden damit endgültig in die Cloud und auf die BTP zu bewegen.
00:13:19: Die Botschaft ist, Innovation gibt es nur noch dort.
00:13:23: SAP ist kein KI-Erfinder, sondern ein KI-Veredler.
00:13:27: Sie bauen nicht das nächste große Sprachmodell,
00:13:29: sondern integrieren die besten verfügbaren Modelle und reichern sie mit ihrem unschätzbaren Wissen über Geschäftsprozesse an.
00:13:37: Ihr Wertversprechen ist der Kontext.
00:13:40: Das zwingt sie als Bestandskunde zu einer fundamentalen, strategischen Entscheidung.
00:13:45: Genau.
00:13:47: Der Weg zu moderner KI im SAP-Umfeld führt unausweichlich über die Cloud.
00:13:52: Ein einfaches, weiter so mit den bestehenden On-Premise-Systemen bedeutet, den Anschluss zu verpassen.
00:13:57: Man muss eine ehrliche und klare Roadmap entwickeln.
00:14:01: Ihre Unterlagen zeigen eine klare Zeitenwende.
00:14:04: Es geht nicht mehr nur darum, bestehende Prozesse ein paar Prozentpunkte effizienter zu machen.
00:14:09: Es geht darum, völlig neue Arbeitsweisen zu schaffen.
00:14:12: Die große offene Frage, die bleibt, ist, wie schnell die oft eher konservativen Bestandskunden bereit sind, diesen Weg mitzugehen und die damit verbundenen erheblichen Investitionen zu tätigen.
00:14:25: Und damit übergeben wir eine letzte, vielleicht etwas provokante Frage an Sie, zum Weiterdenken.
00:14:31: In den Quellen wird immer wieder auf die zunehmende Regulierung wie den EU-AI-Akt hingewiesen.
00:14:37: Ein sehr wichtiger Punkt.
00:14:39: Wenn Ihre zukünftigen geschäftskritischen Prozesse also auf einer Kombination aus der SAP BTP und den Basismodellen externer oft US-amerikanischer Hyperscaler basieren, wie stellen Sie dann sicher, dass die Hoheit über Ihre Daten jederzeit gewahrt bleibt?
00:14:57: Und wie beweisen Sie einem Auditor, dass Ihre gesamte verkettete KI-Prozesslandschaft nicht nur innovativ, sondern auch langfristig rechtskonform ist?
00:15:10: Das war eine Episode zur Cover-Story aus dem E-III-Magazin Oktober, mit dem Thema KI mit ERP, BTP und BDC.
00:15:21: Die SAP Business Technology Platform, BTP und SAP BDC, Business Data Cloud, sind eine zentrale Schnittstelle für alle SAP KI Anwendungen.
00:15:32: Die Themen Business AI und Gen AI Hub, der SAP BTP, werden auch auf den zwei Summits der SAP Community am XXII.
00:15:40: und XXIII.
00:15:41: April, in Heidelberg, Deutschland und am zehnten und elften Juni, in Salzburg, Österreich behandelt.
00:15:49: Wir freuen uns, Sie auf diesen beiden Summits der SAP Community persönlich zu begrüßen.
00:15:54: Sichern Sie jetzt Ihr Ticket auf der Website des E-Drei-Magazins e-dreimark.com.
00:16:00: Vielen Dank für Ihr Interesse.
00:16:01: Alles Gute, wünscht die Redaktion des E-III-Magazins.
00:16:05: Bis zur nächsten Episode des E-III Coverstory-Podcasts.
Neuer Kommentar