Mai 26: Agentic AI Platform for SAP

Shownotes

Die Realität in den Rechenzentren und IT-Abteilungen der SAP-Bestandskunden gleicht oftmals einer archäologischen Ausgrabungsstätte, in der sich über Jahrzehnte hinweg ein massives Geflecht aus technischen Altlasten angesammelt hat. In der goldenen Ära der R/3- und ECC-6.0-Systeme wurde den Unternehmen durch die Programmiersprache Abap eine grenzenlose architektonische Freiheit gewährt, die es ihnen erlaubte, tief in den Standardcode der SAP-ERP-Software einzugreifen und das System durch Z-Programme, Modifikationen und hochspezifische Eigenentwicklungen exakt an ihre individuellen Geschäftsprozesse anzupassen.

Was damals von CCC-Leitern, CIOs und Vorständen als wettbewerbsdifferenzierender Vorteil gefeiert wurde, um sich auf dem globalen Markt abzuheben, hat sich im Angesicht der unaufhaltsamen digitalen Transformation und des herannahenden Wartungsendes für alte SAP-Systeme in ein bleiernes und toxisches Erbe verwandelt. Diese historisch gewachsenen SAP-Monolithen sind durchsetzt mit Millionen Zeilen von kundenspezifischem Code, von dem im laufenden operativen Betrieb bis zu achtzig Prozent nicht mehr genutzt werden, aber dennoch immense Wartungskosten verursachen, die Systemstabilität gefährden und gravierende Sicherheitsrisiken bergen.

Der zwingende Wechsel auf die neue, In-memory- basierte ERP-Generation SAP S/4 Hana und die damit verbundene strategische Richtung Cloud erfordern nun einen radikalen Paradigmenwechsel, der die IT-Verantwortlichen vor finanzielle, technische und organisatorische Herausforderungen stellt. In diesem angespannten Marktumfeld hat der Softwarekonzern SAP eine neue Entwicklungsdoktrin ausgerufen, die unter dem Begriff „Clean Core“ den gesamten Markt dominiert und die Kunden zwingt, ihre über Jahrzehnte gewachsenen IT-Architekturen fundamental neu zu denken.

„SAP-Landschaften sind nie fertig“, erklärt Professor Alexander Zeier, Miterfinder der SAP-Datenbank Hana und Mitgründer von Nova Intelligence. Regulatorische Anforderungen, neue Geschäftsmodelle, funktionale Erweiterungen, Releasewechsel – die Frage, wie man Custom Code sauber, wartbar und standardnah hält, stellt sich nicht ein Mal, sie stellt sich kontinuierlich, in jedem Quartal, über Jahre. „Nova ist genau für diesen Lebenszyklus konzipiert: als dauerhafte Plattform für Analyse, Dokumentation, Fit-to-Standard-Bewertung, Clean- Core-Governance, Neuentwicklung und kontinuierliche Optimierung“, betont Zeier und sagt: „Wer Nova als Migrationsprojekt betrachtet, verschenkt den größten Teil des Werts. Das spiegeln auch unsere PAC-ROIBerechnungen wider. Im reinen Migrationsszenario und bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung der S/4-Umgebung können wir bereits ROI-Werte nachweisen. Kombiniert man beide Szenarien, kommt man in einem exemplarischen Einsatzszenario mit rund 100.000 Custom-Code-Objekten auf ROI-Werte von rund 1400 Prozent. Das ist kein Projekt-ROI. Das ist ein struktureller, dauerhafter wirtschaftlicher Vorteil.“

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