Sep 26: ERP-Architekturen mit Suse
Shownotes
Wer die Entwicklungen der globalen ERP-Landschaft im Jahr 2026 analysiert, blickt in ein aufgeheiztes Spannungsfeld. Die jüngsten Exportkontrollen der US-Regierung – wie die Sperrung hochentwickelter kognitiver Basismodelle von Anthropic für ausländische Wirtschaftsräume – haben wie ein seismischer Schock offengelegt, wie verletzlich die digitalisierte Wirtschaft des europäischen Kontinents geworden ist.
Gleichzeitig treibt der Walldorfer Softwaregigant SAP seine Bestandskunden im Rahmen aggressiver Vertriebsinitiativen wie Rise with SAP unnachgiebig in die Abhängigkeit der großen amerikanischen Hyperscaler-Clouds. Wer diesen erzwungenen Transformationspfad naiv beschreitet, läuft Gefahr, nicht nur seine finanzielle Budgetkontrolle, sondern seine elementare digitale Souveränität vollständig zu verlieren.
Ohne eine tragfähige und rechtssichere Ausstiegsoption (Cloud-Exit- und KI-Exit-Strategie) droht das ERP-System, das Nervenzentrum des SAP-Bestandskunden, zu einem Opfer fremder Gesetzgebungen und unvorhersehbarer Kostenmodelle zu mutieren. In dieser von Unsicherheiten geprägten Gemengelage rückt beim SAP-Bestandskunden ein Akteur in das Zentrum der strategischen Überlegungen, der in der Vergangenheit oft als verlässliches, aber stilles Fundament im Hintergrund agierte: Suse.
Gegründet in Nürnberg, verkörpert der europäische Open-Source-Pionier heute mehr denn je die technische Antithese zum proprietären Vendor-Lock-in. Mit einem geschätzten Marktanteil von 80 bis 90 Prozent im Bereich der In-memory-Datenbank SAP Hana ist Suse Linux Enterprise Server (SLES) for SAP Applications die unangefochtene Lebensversicherung der globalen SAP-Community.
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