Okt 26: Value-Add-in

Shownotes

Aus der Perspektive einer kritischen Bildungsarbeit und journalistischen Beobachtung des SAP-Marktes präsentiert sich die Geschichte und Zukunft von GIB als ein Lehrstück darüber, wie pragmatische Mittelstandskompetenz dem Anspruch erhabener Konzernarchitekturen trotzen kann.

Vom Add-on zum Value-Add-in im digitalen ERP-Kern: Die Wurzeln von GIB liegen in der klassischen Dispositions- und Beschaffungsoptimierung im Umfeld von SAP R/3 und der Business Suite 7. Bereits früh erkannten die GIB-Experten, dass die bloße Auslieferung von Software nach dem Prinzip „Plug and Play“ fehlschlagen muss, wenn im Unternehmen Silodenken, Informationsbrüche und gegensätzliche Abteilungsziele herrschen.

Das 2006 geprägte selbstkritische Mantra „Mit unserer Software verwalten wir das Elend“ markierte einen Wendepunkt: GIB verstand sich fortan nicht mehr nur als reiner Code-Lieferant, sondern übernahm zunehmend einen beratenden und nachhaltigen Bildungsauftrag in der SAP-Community, um die „Leichen im Keller“ der Supply Chain aufzuspüren und ungesunde Prozessmuster aufzubrechen.

„Für uns bedeutet End-to-End in der Supply Chain nicht primär die technische Verbindung von Prozessschritten, sondern die durchgängige operative Steuerung vom Bedarf bis zur Auslieferung“, erklärt GIB-Geschäftsführer Björn Dunkel im E3-Gespräch. „Viele Unternehmen verfügen bereits über eine Vielzahl integrierter Systeme. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, täglich die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn sich Bedarfe ändern, Materialien fehlen oder Kapazitäten knapp werden“, weiß Björn Dunkel aus seiner langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit in der SAP-Community und er ergänzt: „End-to-End bedeutet für GIB deshalb Transparenz und Steuerungsfähigkeit entlang der gesamten Versorgungskette. Entscheidend ist nicht, dass Daten von A nach B fließen, sondern dass die richtigen Personen die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit treffen können oder in Zukunft diese Entscheidungen zunehmend automatisiert erfolgen.“

Einen historischen Schwenk vollzieht das Unternehmen in diesem Jahr unter dem Slogan „GIB goes GIB“: Die Muttergesellschaft ifm löste die Supply-Chain-Softwaresparte aus den starren Konzernstrukturen heraus. GIB tritt wieder als eigenständiges, agiles Softwarehaus am Markt auf, während ifm dem Unternehmen weiterhin als starke Finanzbeteiligung den Rücken stärkt. Die Wiederbelebung der Marke GIB markiert dabei weniger einen technologischen Neuanfang als vielmehr eine geschärfte Positionierung.

Der Wandel vom klassischen Add-on-Lieferanten hin zum Value-Add-in für SAP S/4 Hana war bereits in den vergangenen Jahren erfolgt. Allerdings blieb diese Entwicklung innerhalb der Konzernstrukturen für den Markt vielfach unscharf. Als eigenständiger SAP-Spezialist kann GIB nun wieder klar kommunizieren, worin die eigene Stärke liegt: in der Optimierung und operativen Steuerung komplexer Supply Chains direkt im SAP-Kern, auf Basis derselben Stamm- und Bewegungsdaten und ohne den Umweg über zusätzliche Datensilos.

Coverstory Oktober 2026

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.